Schutzkonzepte für die Elektroinstallation

Sie wollen nachts beruhigt schlafen oder sorglos in den Urlaub fahren mit der Gewissheit, dass Ihr Haus oder Firmengebäude sicher vor Kabelbrand geschützt ist? Mit einem Brandschutzschalter gehen Sie absolut auf Nummer sicher. Dank der einzigartigen Technologie werden die gefährlichen Fehlerlichtbögen, die Kabelbrand auslösen, zuverlässig erkannt und der Brandschutzschalter schaltet den Strom ab.

Wenn sich durch eine Störung in einer elektrischen Anlage oder Leitung ein Lichtbogen bildet, spricht man von einem Fehlerlichtbogen. Zu den häufigsten Ursachen von Fehlerlichtbögen zählen beschädigte Kabelisolierungen (zum Beispiel durch Nägel, Schrauben oder Befestigungsklammern), gequetschte Leitungen bei der Verlegung durch offene Türen und Fenster, Kabelbrüche durch zu enge Biegeradien, abgeknickte Stecker und Leitungen, etwa durch unachtsam verschobene Möbel, sowie gelockerte Kontakte und Anschlüsse in Schaltern oder Steckdosen. Zusätzlich können Umwelteinflüsse, wie Hitze, Feuchtigkeit, Gase und im Außenbereich UV-Strahlung und Nagetierverbiss, die Kabel angreifen.

Entsteht durch die Beschädigung einer Leitung eine Engstelle mit reduziertem Querschnitt, so führt dies unter Strombelastung zur Temperaturerhöhung und kann in der nächsten Phase über Oxidation des heißen Kupfers zu Kupferoxid führen. Im Weiteren wird die Isolierung erhitzt und karbonisiert. Bei zunehmender starker Erhitzung schmilzt und vergast das Kupfer, es entsteht ein Luftspalt und sporadische Störlichtbögen treten auf. Bei ungefähr 6.000 Grad Celsius können sich diese über die karbonisierte Isolierung stabilisieren. Eine mögliche Folge ist Kabelbrand.

Leitungsschutzschalter bieten Schutz bei Kurzschluss sowie vor Überlast und trennen, in Abhängigkeit der Fehlerimpedanz, in den meisten Fällen bei parallelen Lichtbögen zwischen Außenleitern oder zwischen Außen- und Neutralleiter.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen erfassen Fehlerlichtbögen gegen Erde und können in diesen Fällen, in Abhängigkeit des Bemessungsfehlerstromes, neben Fehlerschutz und zusätzlichem Schutz auch Brandschutz bieten. Serielle Fehlerlichtbögen können die bisherigen Schutzeinrichtungen jedoch nicht erkennen. Hier ergänzen Brandschutzschalter die vorhandenen Schutzschaltgeräte. Sie sind zur Erfassung aller Arten von Fehlerlichtbögen, insbesondere aber als alleinige Schutzschalteinrichtung zur Erfassung von seriellen Fehlerlichtbögen, geeignet.

Brandschutzschalter sind bei Neuinstallationen ebenso einsetzbar wie bei bestehenden und älteren Anlagen – ein weiterer
Pluspunkt, da das Risiko gefährlicher Störlichtbögen bei älteren Elektroinstallationen besonders hoch ist.

Ab dem 18.12.2017 ist der Einbau eines Brandschutzschalters deutschlandweit Pflicht für folgende Gebäude:

  • Holzverarbeitende Betriebe, Papierund Textilfabriken und Labore
  • Lagerräume mit brennbaren Materialien
  • Holzhäuser und Scheunen
  • Flughäfen
  • Bahnhöfe
  • Nationaldenkmäler, Museen
  • Öffentliche Gebäude
  • Kindertagesstätten
  • Seniorenheime
  • Barriefreie Wohnungen (Schlaf- und Aufenthalsträume)