Warum kostet eine Handwerkerstunde eigentlich 60,- Euro?

Die Zusammensetzung des Stundenlohns für Handwerkskunden ist kein unlösbares Rätsel und lässt sich schnell und einfach erklären. Dabei bleibt, für die meisten sicher weniger überraschend, leider nicht viel Gewinn für den Handwerker oder seinen Chef übrig.

Der vielleicht auf den ersten Blick recht hohe Stundenverrechnungssatz irritiert viele Kunden, die sich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Dabei ist der Stundenverrechnungssatz nicht gleich dem Stundenverdienst eines Handwerkers, denn es gilt Lohnzusatzkosten, Gemeinkosten und natürlich den Stundenlohn zu berücksichtigen. Hinzu kommt außerdem noch die gesetzliche Umsatzsteuer von 19 %, die der Unternehmer ans Finanzamt abführen muss.

Bei den Lohnnebenkosten gilt es zudem viele Dinge zu berücksichtigen, Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, bezahlte Urlaubs- und Feiertage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch nicht verrechenbare Zeiten. Hinzu kommen die betrieblichen Gemeinkosten mit Raumkosten, Heizung, Strom, Gas, Wasser, betriebliche Versicherungen, Gehälter für Mitarbeiter im Büro, Telefon, Internet, EDV, Kfz- Kosten, Steuerberaterkosten, Instandhaltung, Reinigung und vieles mehr.

Im Zuge unserer UPTODATE Offensive möchten wir Ihnen gerne vollkommene Transparenz über unsere Kostenstrukturen und Stundensätze geben und hiermit auch um Ihr Verständnis für einen – auf den ersten Blick – vielleicht etwas hoch anmutenden Stundensatz werben. Unabhängig von unserem Stundensatz bieten wir natürliche aber auch feste Projektpreise an, damit Sie für Ihren Hausbau oder Ihr Projekt einen kalkulierbaren Rahmen für die zu beauftragenden Elektroarbeiten haben.

So setzt sich ein Handwerkerstundensatz zusammen:

Beispiel:
  • Ca. 14,00 ¤ Bruttostundenlohn
  • Ca. 13,80 ¤ Lohnnebenkosten
  • Ca. 21,61 ¤ Betriebliche Gemeinkosten
  • Ca. 2,58 ¤ Gewinn
  • Ca. 51,99 ¤ Stundenverrechnungssatz netto
  • Ca. 9,88 ¤ 19% Umsatzsteuer
  • Ca. 61,86 ¤ Stundenverrechnungssatz brutto